VOBA Immobiliencenter GmbH

Versicherung

VOBA Immobilien-Center GmbH (100%-ige Tochter der Volksbank Kleverland eG)

Information über den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren für Versicherungsanlageprodukte gemäß Offenlegungsverordnung

Stand: 10. März 2021


I. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit gehört seit jeher zur DNA der Genossenschaftsbanken und deren Tochtergesellschaften. Aus diesem Grunde folgen wir dem Nachhaltigkeitsleitbild der genossenschaftlichen FinanzGruppe, welches Sie auf der Homepage der Volksbank Kleverland eG abrufen können.

Auch wir wollen als VOBA Immobilien-Center GmbH (VIC) Verantwortung übernehmen, den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft mitzugestalten, indem wir unseren Beitrag zur Erreichung des Klimaschutzes und der UN-Nachhaltigkeitsziele verstärken.

Wir bekennen uns daher zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ‐ "SDGs") der Vereinten Nationen und des Pariser Klimaschutzabkommens.

Wir wollen unserer Verantwortung auch im Versicherungsanlagegeschäft gerecht werden und haben zu diesem Zweck Strategien zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken für unsere Kunden einerseits, aber auch in Bezug auf die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren der Investitionsentscheidungen unserer Kunden festgelegt.

Diese Strategien legen wir nachfolgend offen, um hiermit die Anforderungen der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzsektor (Verordnung EU 2019/2088 ‐ kurz "Offenlegungsverordnung") zu erfüllen.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf eine Versicherungsberatung in Finanzprodukten, wie sie in der Offenlegungsverordnung definiert werden.


II. Unsere Strategie zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken umschreiben Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (häufig auch als "ESG-Risiken" bezeichnet, entsprechend den englischsprachigen Bezeichnungen Environmental, Social, Governance), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert einer Geldanlage in Versicherungsprodukten haben könnte.

Im Rahmen unserer Strategie beziehen wir Nachhaltigkeitsrisiken auf verschiedene Weise ein.

  1. Produktauswahl
    Einen zentralen Aspekt der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken durch uns bildet die der jeweiligen Beratungstätigkeit vorgelagerte Produktauswahl. Im Rahmen unseres Produktauswahlprozesses wird unter Berücksichtigung konkreter Produkteigenschaften entschieden, welche Finanzprodukte in unser Beratungsuniversum aufgenommen und damit in unserem Produktkatalog gelistet werden. Auf diese Weise trägt der Produktauswahlprozess maßgeblich dazu bei, dass nur Finanzprodukte in das Beratungsuniversum aufgenommen werden, die keine unangemessen hohen Nachhaltigkeitsrisiken aufweisen. Die Unternehmens- und Produktauswahl berücksichtigen die Veröffentlichungen der Versicherungsunternehmen in deren vorvertraglichen Informationen (VVI).

  2. Schulungs- und Weiterbildungskonzept
    Zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen unserer Versicherungsberatung tragen regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen der Berater bei. Unser Schulungs- und Weiterbildungskonzept (gemäß IDD) befähigt die Berater, die jeweiligen Versicherungsanlageprodukte verstehen und beurteilen zu können.

  3. Kooperation mit Produktlieferanten innerhalb und außerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe
    Der Produktlieferant R+V muss auf Grund seiner Eigenschaft als Verbundunternehmen nicht explizit auf die Einhaltung der Nachhaltigkeitsfaktoren überprüft werden, da dies unterstellt werden kann.

    Die Produktlieferanten außerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe, von denen wir unsere Versicherungsprodukte beziehen, berücksichtigen ihrerseits Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen ihrer Investitionsentscheidungsprozesse. Die Produktlieferanten, deren Produkte wir vertreiben, müssen vorab bestätigen, dass sie Nachhaltigkeitsrisiken bei ihrer Produktgestaltung angemessen berücksichtigen, den entsprechenden Nachweis halten wir vor.

    So ist jederzeit sichergestellt, dass Nachhaltigkeitsrisiken bei den von uns in unserer Versicherungsberatung angebotenen Finanzprodukten berücksichtigt werden.

  4. Anwendung von Ausschlusskriterien
    Produkte von Versicherungsunternehmen, die uns vom Produktgeber nicht als nachhaltig beschrieben werden, werden von uns nicht vertrieben. Hierbei verlassen wir uns auf die Bestätigung unserer Produktgeber, die wir lediglich auf Plausibilität und offenbare Fehler überprüfen.

  5. Bewertung der zu erwartenden Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite
    Das Eintreten eines Nachhaltigkeitsrisikos kann wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert eines Versicherungsanlageproduktes, und damit auch auf seine Rendite haben, das Gegenstand unserer Versicherungs(anlage)beratung ist.

    Die Produktlieferanten außerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe, von denen wir unsere Finanzprodukte beziehen, bewerten ihrerseits die zu erwartenden Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite des Versicherungsanlageproduktes im Rahmen ihres Investmententscheidungsprozesses. Diese Bewertung übernehmen wir für unsere Entscheidung, Produkte in unseren Produktkatlog aufzunehmen.

III. Unsere Strategie zur Berücksichtigung der wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren

Nachhaltigkeitsfaktoren umschreiben Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Das Investment in ein Finanzprodukt kann je nach zugrundeliegendem Basiswert (beispielsweise der Beteiligung an oder der Investition in ein Unternehmen über Aktien oder Anleihen) zu negativen Nachhaltigkeitsauswirkungen führen, etwa wenn dieses Unternehmen Umweltstandards oder Menschenrechte auf schwerwiegende Weise verletzt.

Eine systematische und damit umfassende Berücksichtigung der wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren können wir derzeit noch nicht durchführen. Hierfür wäre erforderlich, dass die investierten Unternehmen Daten über ihren ökologischen oder sozialen Fußabdruck und zu ihrer guten Unternehmensführung in einer standardisierten Form veröffentlichen, damit die Hersteller von Finanzprodukten diese von den Unternehmen beziehen und uns als Finanzberater als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stellen können. Wir beobachten insofern das wahrscheinlich wachsende Angebot der Anbieter von ESG-Daten. Wir werden über den Aufbau eines entsprechenden Prozesses entscheiden, sobald das Angebot an verlässlichen ESG-Daten es zulässt.

Wir gehen bis dahin davon aus, dass die Hersteller der Versicherungsanlageprodukte, die wir in der Beratung als nachhaltige Finanzprodukte anbieten, die Ausschlusskriterien auf Basis eines abgestimmten Branchenstandards einhalten.


IV. Berücksichtigung in Vergütungspolitik

Die Vergütung für die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten orientiert sich derzeit nicht an Nachhaltigkeitsrisiken, die mit den Produkten einhergehen. Das bedeutet im Besonderen, dass die Vergütungshöhe des Produktes nicht von dessen Nachhaltigkeitsrisiken positiv oder negativ beeinflusst wird.

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